Vor 193 Jahren starb Bischof Michael Wittmann – Namensgeber der Stiftung
von Maria Geiss-Wittmann
Am 8. März 1833 starb Bischof Michael Wittmann. Sein Leben verband auf besondere Weise wissenschaftliche Arbeit, seelsorgliches Wirken, eine offene Auseinandersetzung mit dem Zeitgeist und ein tiefes Gebetsleben. Diese Bereiche standen für ihn nicht nebeneinander, sondern gehörten untrennbar zusammen.
Sein Ziel war es, die Frohbotschaft Gottes immer tiefer zu verstehen, zu lieben und im eigenen Leben sichtbar werden zu lassen. Deshalb ermutigte er Menschen, ihr Leben so zu gestalten, dass sie selbst zu einem „lebendigen Evangelium“ werden.
Auch in den Umbrüchen seiner Zeit – geprägt von Aufklärung und Säkularisation – vertraute Wittmann darauf, dass sich Vernunft und Glaube nicht widersprechen, sondern gemeinsam zur Wahrheit führen. Dieses Vertrauen schenkt Mut und Hoffnung – damals wie heute.
In sein Gebet können auch wir einstimmen:
„Guter Gott, Du allein bist Herr und siegst.“
Eine seiner geistlichen Anregungen lautet:
„Wenn wir die Gaben Gottes, den Geist Gottes, empfangen wollen, müssen wir darum beten.“
Der 8. März – und jeder Tag – kann uns neu dazu einladen, im Gebet, im Glauben und in tätiger Nächstenliebe zu leben – im Vertrauen darauf, dass Gott uns begleitet.